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23.03.2015

Handreichung zur Monetarisierung im bürgerschaftlichen Engagement veröffentlicht

Geldpaket. Quelle: Deutsche Bundesband

Monetarisierung ist kein Weg, um bürgerschaftliches Engagement zu fördern. Dies hat die bagfa im Oktober 2014 in ihrem Positionspapier: „Monetarisierung – kein Weg zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements“ (PDF) detailliert beschrieben.

Um eine Wesensveränderung im Engagement durch Bezahlung zu vermeiden, macht die bagfa in ihren Forderungen an Politik und gemeinnützigen Organisationen deutlich, wie diese Monetarisierung und die damit einhergehenden Folgen verhindert werden können.

Die bagfa hat nun eine zusätzliche Handreichung  „Monetarisierung im Engagement – Was tun?“ veröffentlicht, um die Freiwilligenagenturen darin zu unterstützen, eine eigene Position zu Geldzahlungen im Engagement zu entwickeln und sich mit guten Argumenten für die Unentgeltlichkeit des bürgerschaftlichen Engagements einsetzen zu können.

Die bagfa versteht unter Monetarisierung alle Zahlungen, die deutlich über der Erstattung von entstandenen Kosten liegen und die über die üblichen geldwerten Anerkennungsformen hinausgehen.

Diese Formen der „Vergeldlichung“ wirken sich stark auf Freiwillige und die Organisationen, in denen sich diese engagieren, aus und hat Folgen, die bis in den gesellschaftlichen Kontext wirken. So kann sich z.B. die Motivlage der Bürgerinnen und Bürger sich zu engagieren verändern und bei den Organisationen eine Konkurrenzspirale um Freiwillige in Gang gesetzt werden. Es steht außerdem zu befürchten, dass Engagement als zivilgesellschaftlicher Impuls und Korrektiv staatlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen insgesamt entwertet wird.

In der Handreichung macht die bagfa Vorschläge, wie Freiwilligenagenturen vor Ort der wachsenden Monetarisierung begegnen können, z.B. in dem sie:

  • nicht in „bezahltes“ Engagement vermitteln.
  • gemeinsam mit anderen Akteuren die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, dass Unentgeltlichkeit und Freiwilligkeit das Fundament des bürgerschaftlichen Engagements bildet.
  • alternative Anerkennungsmodelle entwickeln und etablieren.

Als Anregung, den Diskussionsprozess vor Ort in Gang zu setzen und weiterzuführen, enthält die Handreichung auch eine Checkliste mit Leitfragen.

Bildquelle: Deutsche Bundesbank

Dateien:
2015_bagfa_Handreichung_Monetarisierung.pdf

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