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22.05.2017

Lagfa Sachsen-Anhalt und bagfa beim Nationalen Integrationspreis

Integration gelinge dort, wo Menschen sich aufeinander einlassen, so Bundeskanzlerin Merkel bei der Verleihung des Nationalen Integrationspreises. Zu den zehn von einer fünfköpfigen Jury nominierten Organisationen gehörte die Lagfa Sachsen-Anhalt, die mit Olaf Ebert bei der Veranstaltung vertreten war.
Für den Integrationspreis waren 33 gesellschaftliche Organisationen gebeten worden, darunter die bagfa, mögliche Preisträger/innen zu empfehlen. Das Engagement des Preisträgers sollte möglichst nachhaltig, übertragbar und innovativ sein. Wichtig ist auch, welchen Wirkungsgrad es entfaltet. Für die bagfa war Birgit Bursee im Bundeskanzleramt eingeladen.

Erster Preisträger ist die westfälische Stadt Altena. Die Kleinstadt bündele vorbildlich verschiedene Instrumente zur Integration von Flüchtlingen, lobten Jury und Kanzlerin.

Rund 17 Millionen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte leben in Deutschland, fast die Hälfte mit deutschem Pass. Einige sind vor kurzem gekommen, andere leben schon länger hier. "Es muss unser politisches Anliegen bleiben, dass alle an unserer Gesellschaft teilhaben können", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede zum Nationalen Integrationspreis. Integration sei eine langfristige Aufgabe und erfordere Mühe. Die Zuwanderung könne Deutschland aber stärken, wenn die Integration gelingt, so Merkel weiter.

Vieles hänge von persönlichen Kontakten und Vorbildern ab. "Wir sind davon überzeugt, dass Integration dort am besten gelingt, wo sich Menschen gegenseitig aufeinander einlassen", so Merkel. Persönliche Begegnung seien ein Integrationsmotor. Die Kanzlerin bedankte sich bei den vielen Ehrenamtlichen: "Sie erweisen unserem Land einen ganz besonderen Dienst".

Die Jury für den Integrationspreis 2017 besteht aus der Integrationsforscherin Naika Foroutan, dem Autoren Ahmad Mansour, dem Schauspieler Elyas M’Barek sowie der ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth. Frank-Jürgen Weise ist der Vorsitzende.

"Wir wollen vorbildliches Engagement auszeichnen, und zwar nicht irgendwo im stillen Kämmerlein, sondern in aller Öffentlichkeit. Denn wir denken, was vorbildlich ist, das sollte auch Vorbildwirkung entfalten und weithin Schule machen können", sagte Merkel bei der Preisverleihung.

Foto: Bundesregierung / Guido Bergmann

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