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05.04.2016

bagfa-Analyse: Lust auf Verschiedenheit – Inklusionsprozesse gestalten

Die bagfa hat in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Martina Wegner eine Analyse veröffentlicht, die das inklusive Potenzial freiwilligen Engagements aufzeigt. Die Analyse beschreibt mögliche Rollen von Freiwilligenagenturen in kommunalen Inklusionsprozessen und stellt Thesen zur Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements für Inklusion generell heraus. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 92 Freiwilligenagenturen und wurde im Inklusionsprojekt der bagfa erarbeitet. Wesentliche Ergebnisse der Analyse sind:

  • Mehr als ein Drittel der Freiwilligenagenturen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, berät und informiert regelmäßig Menschen mit Behinderungen zum freiwilligen Engagement.
  • Die Gemeinschaft der Freiwilligenagenturen ist nicht homogen. Ihre Entwicklungsstadien reichen von einer Wahrnehmung von Inklusion als „Zusatzaufgabe“ über Veranstaltungs- und Projekterfahrungen bis hin zu einer umfassenden Betrachtung der Arbeitsprozesse und dem anschließenden Abbau von Teilhabebarrieren.
  • „Wirkliche Inklusion“ wird von vielen Freiwilligenagenturen verstanden als eine Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen von Anfang an – also auch in alle Planungsprozesse.
  • Freiwilligenagenturen werden zunehmend als Akteure für Inklusion vor Ort wahrgenommen. Die Bedarfe gehen von Anfragen nach Fachreferentinnen und -referenten bis hin zu gemeinsamer Projektentwicklung.
  • Freiwilligenagenturen sind in lokale Bezüge eingebettet und mit ihnen verwoben. Es braucht daher nicht nur von Seiten der Agenturen Fürsprecherinnen und Fürsprecher, Netzwerke und Strategien für inklusives Engagement. Inklusive Prozesse müssen als Querschnittsaufgabe verstanden werden und bedürfen sowohl der Ressource als auch der politischen Unterstützung vor Ort.

Weitere Informationen zum Thema Inklusion und Engagement finden Sie hier.

Dateien:
Analyse_Inklusion_web.pdf