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07.08.2018

Im Tandem engagiert: Umfrage zu Patenschaften und Mentoring

Vor gut 15 Jahren waren sie noch Exoten: die ersten Freiwilligen, die in einem formalisierten Rahmen vermittelt wurden, um etwa ein Kind oder einen Jugendlichen individuell zu unterstützen. Seitdem ist viel passiert und Patenschaften sind mittlerweile als Engagementformat in vielen Feldern des Zusammentreffens von unterschiedlichen Menschen nicht mehr wegzudenken. Vor allem in der Geflüchtetenhilfe hat das Format sich (erneut) bewährt, wie auch das Modellprojekt der Ankommenspatenschaften zeigt.

Wie eine aktuelle bagfa-Umfrage zeigt, sind auch Freiwilligenagenturen daran maßgeblich beteiligt. Für etwa ein Drittel von ihnen gehören Patenschaften und Mentoring zum Alltag, die überwiegende Mehrheit ist immer wieder damit beschäftigt. Viele Freiwilligenagenturen setzen selbst einschlägige Projekte um. Mit entsprechendem Know how ausgestattet, beraten sie zudem auch interessierte Organisationen dazu.

Ein klares Indiz für die professionelle Perspektive: Patenschaften und ähnliche Engagementformate werden nicht sozialromantisch idealisiert, sondern als so anspruchsvolle wie lohnenswerte Angelegenheit beschrieben. Neben Fördermitteln und personellen Ressourcen nennen die meisten Freiwilligenagenturen eine weitere Voraussetzung, damit Patenschaften und Mentoring gut gelingen: die Gewinnung von genügend Freiwilligen.

Die Umfrage erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch, sondern vermittelt ein Stimmungsbild der 74 (von bundesweit 500) Freiwilligenagenturen, die zwischen 15. Mai bis 8. Juni 2018 Auskunft gegeben haben. Der bagfa sind solche Erhebungen wichtig, um daraus (und aus vielen anderen Faktoren) die Bedeutung von Themen und Projekten für Freiwilligenagenturen besser einschätzen zu können.

Hier können Sie sich alle Ergebnisse der Umfrage herunterladen.

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