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11.01.2018

bagfa-Vorsitzende im Interview: Neue Publikation über Kooperationen für Kulturelle Bildung in der Kommune

Das neue Themenheft der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) mit dem Titel „Kommunal. Regional. Lokal – Bildungsbündnisse vor Ort vernetzen und verankern“ dreht sich rund um die kooperative kulturelle Bildungspraxis in der Kommune.

In Fachbeiträgen, zahlreichen Interviews und Praxisbeispielen wird der kommunale und zivilgesellschaftliche Raum abgesteckt, in dem sich Kooperationen aus unterschiedlichen Akteuren bewegen, die kulturelle Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche machen.

Auch die Vorsitzende der bagfa, Birgit Bursee, gehört zu den befragten Expert/innen. Sie beschreibt die Zusammenarbeit von Freiwilligenagenturen in den Bereichen Kultur und Bildung und betont dabei auch die Notwendigkeit von guten Rahmenbedingungen im freiwilligen Engagement.

Kultur und Bildung seien zwei große Bereiche, für die es auch viele Interessierte gebe. Ihre Wahrnehmung sei allerdings, dass sich besonders viele Kultureinrichtungen oft schwer damit täten, mit Freiwilligen zusammenzuarbeiten: "Meine These ist, dass das daran liegen könnte, dass gerade kleine Kultureinrichtungen immer auch um Ressourcen ringen: viele Honorarkräfte, immer projektbezogen und meist unterfinanziert. Da, so mein Gefühl, entstehen schnell Grauzonen zum Themenfeld 'freiwilliges Engagement'. Wenn die Aufgabenteilung zwischen Haupt- und Ehrenamt nicht klar ist, entstehen Berührungsängste und Konflikte. Dabei denke ich, dass es viele Kultureinrichtungen gibt, die freiwillig Engagierten attraktive Einsatzfelder zu bieten hätten", so die bagfa-Vorsitzende.  

Auch die Rolle und die Kompetenzen von Freiwilligenagenturen beschreibt Birgit Bursee: "Wir waren schon öfter Teil von Bildungsbündnissen. Die Vermittlung von Kooperationspartnern ist ganz klar unsere Kompetenz und auch in Projektentwicklungsphasen können wir unsere Kompetenzen einbringen. Daneben sind wir natürlich die richtigen Ansprechpartner, wenn es um die Einbindung von Freiwilligen geht. Öffentlichkeitsarbeit und der Informationsfluss zu potentiellen Engagierten sind Aufgaben, die wir durch unsere guten Netzwerkkontakte relativ leicht übernehmen können. " Außerdem könnten Freiwilligenagenturen konzeptionell gute Impulse liefern, vor allem wenn es um konkrete Zielgruppen gehe, weil Freiwilligenagenturen einen inklusiven und spartenübergreifenden Blick hätten und mit vielen Akteuren in Kontakt kämen. Damit eine Kooperation klappe, sei es auf jeden Fall wichtig, die Aufgaben aller Partner genau zu klären.

Weitere Informationen und Download des Themenheftes: kuenste-oeffnen-welten.de/kommune

Hintergrund: „Kommunal. Regional. Lokal“ ist das fünfte Themenheft, welches die BKJ im Förderprogramm „Künste öffnen Welten“ im Rahmen von „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) veröffentlicht. Die Themenhefte widmen sich dem jeweiligen Jahresthema im BKJ-Programm und bieten die Möglichkeit sich mit Themen, die das Feld Kultureller Bildung beschäftigt, praxisnah auseinanderzusetzen.

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