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08.11.2018

Kommunikation ist viel mehr als der Austausch von Informationen: 6. Treffen der Netzwerkpartner der Freiwilligendatenbank von Aktion Mensch e.V. und bagfa e.V.

„Kommunikation“ war die große thematische Klammer des Netzwerkpartnertreffens von Aktion Mensch e.V. und bagfa e.V. 2018. Und so freuten sich die beiden  Kooperationspartner  über 50 Vertreterinnen und Vertreter von Freiwilligenagenturen am 05. und 06. November in Berlin begrüßen zu können, um gemeinsam über ihre Arbeit, ihre Angebote und ihre Ziele in der Freiwilligenagentur und mit der Freiwilligendatenbank zu kommunizieren.

Alle waren sich darüber einig, dass Kommunikation kein Selbstzweck ist. Bei Kommunikation geht es auch um Zielgruppen, es geht darum, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Wir müssen gerade auch als Freiwilligenagenturen wissen, wie unsere Kommunikation Ziele erreichen kann. Wir brauchen Knowhow um die Veränderung der Nutzung von Kommunikationswegen.

So stimmte gleich der Eröffnungsvortrag von Felix Lohmaier, Geschäftsführer der auf Nichtregierungsorganisationen spezialisierten Berliner Werbeagentur FLMH die Teilnehmen darauf ein, auch Mut zu haben, über sich selbst zu kommunizieren und knackige Botschaften zu finden, die auch ohne Fachkenntnisse des bürgerschaftlichen Engagements verständlich sind. Er lud Freiwilligenagenturen dazu ein, einen Markenbildungsprozess zu starten, denn: Als Marke können wir bestimmen und kontrollieren, was andere für ein Bild von uns haben. Der erste Schritt dabei sei immer, sich die Frage zu stellen: „Was macht unsere Organisation im Kern aus?“

Für Kommunikation gibt es sogar ein Museum

Ein ungewöhnlich warmer Novembertag machte für die Teilnehmer/innen den nachmittäglichen Spaziergang zum Museum für Kommunikation besonders angenehm. Dort wurden zwei Workshops zu „Macht und Medien“ und „Zeichen setzen“ angeboten.  In rund 90 Minuten wurden die Teilnehmenden so selbst zu Expert/innen für den Medienwandel und unterschiedliche Kommunikationsformen.

Ihren Höhepunkt erreichte die Vernetzung dann beim gemeinsamen Abendessen im Café Brennbar mit Gesprächen in geselliger Runde.

Neues aus der Freiwilligendatenbank und Lernen für die Praxis

Am Morgen des zweiten Tages begrüßten Iris Cornelssen, Verantwortliche für das Kooperationsprojekt bei der Aktion Mensch e.V., bagfa-Geschäftsführer Tobias Kemnitzer und bagfa-Projektleiter Henning Baden mit Informationen über Neuerungen bei der Freiwilligendatenbank. Unter anderem freuten sich die Netzwerkpartner über konstant hohe Zugriffszahlen der Datenbank (rund 10.000 Besucher/innen pro Monat) und über ein frisches Design der Widgets und Werbebanner.

In vier parallel stattfindenden Trainings befassten sich die Gruppen mit dem Ansatz des „Crowdfundings“ in Organisationen,  mit der Wirkung von Geschichten für die Öffentlichkeitsarbeit („Storytelling“), mit Kampagnenarbeit oder erlernten Grundlagen der Kommunikation in Einfacher Sprache.

Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft

Mit seinem Vortrag „Gesagt ist noch nicht getan: Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft“ gestaltete Patrick Gilroy, Projektleiter ZiviZ im Stifterverband den inhaltlichen Abschluss des Netzwerkpartnertreffens.  Er legte dabei den Fokus auf Chancen und  auf die Vielfalt der Möglichkeiten der Digitalisierung für  Vereine, Verbände, Stiftungen und Genossenschaften. Laut einer Umfrage unter NGOs fühlen sich 71 Prozent stark oder sehr stark von Digitalisierung im Sektor betroffen. Jeder zweite sehe gleichzeitig bei der eigenen Organisation aber Nachholbedarf.

Digitalisierung sei nicht nur nächste „Sau, die durch Dorf getrieben werde“. Sie sei gekommen, um zu bleiben. Sie krempelt sämtliche Lebensbereiche um, Ehrenamt und Engagement inklusive. Nicht ob, sondern wie wir Sie für unsere Ziele und Zwecke nutzen, müsse die Leitfrage sein, so Gillroy.

Kommunikation, Vernetzung, Inklusion und Öffentlichkeitsarbeit: das 6. Netzwerkpartnertreffen gab viele Impulse für die Arbeit vor Ort und neue Kontakte zwischen den Netzwerkpartnern.

Hintergrund:

Mit der Freiwilligendatenbank der Aktion Mensch (www.freiwilligendatenbank.de) können Bürgerinnen und Bürger online Engagementmöglichkeiten vor Ort finden. Abgerundet wird das Angebot mit vielen Informationen rund um das freiwillige Engagement. Sie ist mit über 18.000 Einträgen die größte Engagementdatenbank in Deutschland. Rund 16.500 Angebote kommen dabei von Freiwilligenagenturen als Netzwerkpartner der Aktion Mensch.

Durch die Kooperation mit der Freiwilligendatenbank will die bagfa mehr Menschen für ein freiwilliges Engagement begeistern und gemeinnützige Organisationen sowie Projekte unterstützen, Freiwillige zu gewinnen. 73 Freiwilligenagenturen speisen als Netzwerkpartner die gemeinsame Datenbank mit ihren Engagement-Angeboten.

Foto: Lisa Schönsee, bagfa e.V.

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