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Innovationspreis 2017 - Neues von Alten

 

Natürlich, es gibt Wunschgroßeltern, die mit Kindern in den Zoo gehen, Lesepatinnen, die Freude an der Lektüre vermitteln, und auch die Seniortrainer/innen sind bekannt, die ihr Erfahrungswissen an Vereine und Projekte weitergeben. Doch jenseits dieser klassischen und populären Beispiele finden sich weitere Formen und Gelegenheiten, wie sich ältere Menschen engagieren.

Joschka Fischer, nach eigenen Aussagen einer der letzten Rock ´n Roller der Politik, wird nächstes Jahr 70, Mick Jagger 75 Jahre alt – ist also schon fast hochbetagt. Damit ist klar: Alter ist nicht gleich Alter. Es wird deutlich bunter (werden) – mit jungen Alten und alten Junggebliebenen und mit den Lebenswelten, die sie mitbringen - zwischen Volksmusik und Rock´n Roll, zwischen Schrebergarten und Urban-Gardening, zwischen Kaffeekränzchen und Social Networks. Unterschiedliche Lebensentwürfe, verschiedene Herkunftsländer und sexuelle Orientierungen bilden Gegenentwürfe zu Stereotypen des Alterns.

Für alle wichtig erscheint der jeweilige Übergang von Arbeit zum wie auch immer persönlich definierten Ruhestand. Denn da kann dann Platz und Zeit sein für ein (neues) Engagement. Das Engagement dieser Altersgruppe steigt kontinuierlich. 45 Prozent der 65- bis 85-jährigen engagieren sich laut der Generali-Altersstudie in vielfältiger Weise. Sie möchten der Gesellschaft etwas zurückgeben, aber auch aktiv Gesellschaft mitgestalten, sich individuell weiterentwickeln, soziale Kontakte knüpfen und nicht zuletzt Spaß haben. Aber natürlich ändern sich auch die Motive und Ansprüche der Engagierten bzw. differenzieren sich weiter aus. Was bedeutet diese Vielfältigkeit des Alters für Engagementangebote? Welche Aktivitäten und Projekte sprechen „die (unterschiedlichen) Alten“ heute an, welche Kontexte und Rollen lassen sich neu erschließen?

Diesen Fragen möchte die bagfa mit dem Innovationspreis 2017 nachgehen und sucht daher besondere und ungewöhnliche Projekte, Aktivitäten und Ansätze, die „Neues von (den) Alten“ fördern. Was kann, was sollte das Besondere, das Ungewöhnliche ausmachen?

Für die Preise stellt die Stiftung Apfelbaum insgesamt 9.000 Euro zur Verfügung.

Einsendeschluss ist der 15. September 2017.

 

Foto: Dan Talson

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