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27.08.2019

Mitglieder berichten: Zwei Freiwillige des CBE Mülheim a.d.R. auf den Spuren von Leonardo

„Die Mülheimer Leonardos“: So nennt das Centrum für bürgerschaftliches Engagement e. V. (CBE) stolz zwei Freiwillige – und übertreibt dabei nur ein bisschen. Denn welche Freiwilligenagentur kann schon von sich behaupten, einmal Spezialisten für den Bau von Zeitmaschinen in den eigenen Reihen zu haben?

Die Geschichte beginnt mit der Idee einer Theatermacherin, ein Stück über einer Zeitreise zu schreiben. Aus einer früheren Inszenierung gibt es noch eine Seifenkiste, die sich vielleicht umbauen ließe zu einer Zeitmaschine. Es findet sich jemand, der eine Skizze anfertigt, und in der Talentwerkstatt Styrum finden sich zwei Freiwillige, die das umsetzen resp. die Eisenkonstruktion schweißen können: Mahdi Ahmadi und Abdulkarim Mohamad aus Afghanistan bzw. Syrien. 

Das Modell kommt bei der Aufführung in Einsatz – und wird dann aber auch noch in diesem Sommer in einer Ausstellung über Leonardo da Vinci gezeigt, in der Duisburger Cubus Kunsthalle. Die WAZ schreibt, ebenso stolz, dass die Zeitmaschine „so fachmännisch gebaut ist, dass sie jetzt sogar in einer großen Schau über den Universalgelehrten aller Zeiten zu sehen ist“. Zusammen mit Werken und anderen Nachbauten von Maschinen des sagenhaften Konstrukteurs, der seinen 500. Todestag hatte.

Aber wie fügt man so eine Maschine zusammen? Mahdi war in Afghanistan bereits fünf Jahre lang als Schweißer aktiv, erläutern die Kolleg/-innen vom CBE. In Deutschland habe er dieses Handwerk in einer Fortbildung neu „lernen“ müssen. Dabei habe er den Ausbildern demonstriert, wie man alles schneller und einfacher machen kann.

Weitere Einsätze der Zeitmaschine sind in Planung.