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23.10.2015

„Stern des Monats“

In unserem Storytelling-Prozess haben uns 15 Mitglieder erzählt, was sie motiviert, was das Besondere an ihrer Arbeit in den Freiwilligenagenturen ist und welche Rolle die bagfa für sie spielt.

12 Geschichtspaten haben eine Story ausgewählt, die sie gerne teilen und diskutieren möchten.

Die ausgewählte Geschichte:

»Wir haben von Anfang an die Rubrik „Stern des Monats“. Da stellen wir halt jeden Monat eine aktive, freiwillig engagierte Person vor in Form eines Portraits, Foto und Text, das erscheint dann auf unserer Internetseite. Das geht als Pressemeldung raus, wird dann gerne von einzelnen Tageszeitungen genommen und gedruckt. Das erscheint hier in der regionalen Seniorenzeitung und wird über Facebook zum Beispiel gestreut. Und da haben wir jetzt gerade veröffentlicht: „ Nr. 79“. Und das Prozedere ist immer das Gleiche, dass die Leute sich erst zieren, wenn wir anfragen. Also die Sterne werden uns vorgeschlagen von der gemeinnützigen Einrichtung oder wir entdecken sie selbst, dass wir sagen: „Mensch, Frau Meier, Sie machen aber eine tolle Geschichte. Können wir nicht mal über Sie schreiben als Stern des Monats? Und für uns hat das natürlich zwei Seiten: Einerseits ist das wunderbare Öffentlichkeitsarbeit, weil es weitaus glaubwürdiger ist, als wenn ich mich hinstelle und sage, wie toll doch ein Engagement im Hospizbereich ist. So können wir halt mit den Geschichten arbeiten. Aber es ist tatsächlich auch als Dankeformat gedacht und wird auch so angenommen. Also die Leute sind stolz darauf, wenn sie dann angesprochen werden, dass sie entdeckt wurden in irgendeiner Zeitung, oder dass sie hier bei uns sind – wir haben hier so eine Galerie hängen. Sie freuen sich, dass das, was sie machen, was ja oft wirklich nicht öffentlich ist oder mehrheitlich, dass das wahrgenommen wird. Und sie erleben das, dass wir uns mit ihnen als Person, ihrem Werdegang im Engagement beschäftigen, als wertschätzend.«

Anmerkungen zur Geschichte von Karin Haist, Leiterin des Bereichs Gesellschaft der Körber-Stiftung.

Darüber möchte ich gern reden, weil...
die Geschichte ein tolles Beispiel dafür ist, wie man die stillen Helden sichtbar machen kann - und warum man es tun sollte. Dem Engagement ein Gesicht geben, zeigen: hier gibt es jemanden, der übernimmt seit Jahren ehrenamtlich eine Aufgabe, das ist wirkliche persönliche Wertschätzung. Gleichzeitig zeigt die Galerie der Engagierten, wie groß und vielfältig die Gemeinschaft derer ist, die die Gesellschaft zusammenhalten. Das ist sicher auch eine Ermutigung für andere. Denn wir wissen ja aus der Engagementforschung, dass viele Menschen sich gerne engagieren würden – wenn sie nur wüssten wie. Die beste Werbung für Engagement sind die Engagierten selbst.

Wer hätte gedacht, dass...
es so einfach ist? Auswählen, Geschichte schreiben, auf Facebook posten – und schon meldet sich die Tageszeitung! Wunderbar!

Ich finde es schön, dass...
es in den Freiwilligenagenturen Menschen gibt, die sich um die Engagierten kümmern und dabei nicht nur das »passende Engagement« im Kopf haben, sondern auch Anerkennung für den ehrenamtlichen Einsatz.

Foto: Frederika Hoffmann / Körber-Stiftung

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